Testbericht: Yamaha RXV477

Preiswerter AV-Receiver mit moderner Technik

Eine ansprechende Leistung für verhältnismäßig wenig Geld verspricht der RXV477 von Yamaha. Daneben präsentiert der AV-Receiver eine Spotify-Unterstützung, DLNA, Netzwerkfähigkeit und praktisch alles, was ein Receiver derzeit braucht – aber gibt es auch genügend Alleinstellungsmerkmale, die das Gerät von der Konkurrenz abheben?

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4.4 von 5 Sternen(57 Stimmen)

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Vielseitig – aber nicht hübsch

Auf der Rückseite präsentiert der Yamaha RXV477 alles, was der durchschnittliche Kunde sucht: Sechs HDMI-Ports erlauben den Abschluss von BD-Player, Konsole & Co., wahlweise stehen aber auch Komponenteneingänge sowie digitale, koaxiale und analoge Audioausgänge zur Verfügung. Ein Kopfhöreranschluss sowie ein USB-Port finden sogar an der Frontseite Platz – praktisch für externe Festplatten oder USB-Sticks. Dennoch wirkt jene Vorderseite (ebenso wie die Fernbedienung) ein wenig überladen, wenn man sich den teilweise sehr sauberen Look von Konkurrenzgeräten ansieht. Von der eigentlich hübsch anzusehenden (und teilweise aus Metall gefertigten) Frontpartie bekommt der Käufer daher nicht viel mit.

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Geeignet für Musik & Film

Damit es mit der Soundqualität auch stimmt, liefert Yamaha ein kleines Mikrofon für die Einmessung der Pegel mit. In der Mitte des Raumes aufgestellt, sucht der RXV477 per Software anschließend die richtigen Einstellungen, um den Raumklang möglichst natürlich und präzise an das Ohr weiterzuleiten. Wer den Receiver nur als 2.1-Maschine nutzen möchte, profitiert davon nicht, im Surround-Sound-Betrieb erleichtert das Mikrofon jedoch gerade für Anfänger die Einstellung des RXV477 erheblich. Da außerdem eine Leistung von 115 Watt pro Kanal bereitsteht, geht dem Gerät auch nicht die Luft aus, wenn alle fünf (beziehungsweise sechs) Lautsprecher Arbeit leisten müssen. Wer nicht genügend Platz hat, darf übrigens mit nur zwei Lautsprechern Raumklang emulieren (was in der Praxis aber nicht so gut klingt wie eine echte 5.1-Lösung).

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Standard-Features ohne Highlights

Yamaha bewirbt den RXV477 unter anderem mit Spotify-Unterstützung, einem Internetradio, drahtlosem Musik-Streaming durch Apples AirPlay-Protokoll und auch (kabelgebundene) Netzwerkfähigkeit – was alles sehr praktisch ist, aber gleichzeitig bietet die Konkurrenz diese Fähigkeiten ebenfalls für denselben Preis an. Ein echter Höhepunkt fehlt leider im Portfolio. Ein solches Feature wäre beispielsweise das Upscaling von 1080p auf 4K gewesen, doch das unterstützt der RXV477 nicht. Immerhin versteht er sich aber auf die Übertragung des neuen Videostandards, so dass Käufer auch für die mittelfristige Zukunft von den Qualitäten des Receivers profitieren können.

Fazit: Kaufempfehlung für den Yamaha RXV477?

Wer in die Welt der 5.1-AV-Receiver eintauchen möchte, findet im RXV477 einen makellosen Begleiter, der aber gleichzeitig keine echten Akzente setzen kann. Die Klangqualität ist hervorragend, die Anschlüsse lassen keine Wünsche offen und Features gibt es (bis auf WLAN) reichlich – aber aufregend ist der Yamaha RXV477 nur begrenzt.

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